Summer Dreaming
Te amo Darling (letzter Teil)

Maybe in the heaven..?

 

 

Charlines Sicht:

Wie gebannt saß ich immer noch auf der Couch im Wohnzimmer und meine Hände lagen auf meinem Bauch. Inzwischen hatten wir bereits 23 Uhr und immer noch keine Spur von Adriel und Noelle. Das Wohnzimmer war bis auf einige Kerzen die ich vor etwa einer halben Stunde angezündet hatte und das Mondlicht das von den großen Panoramafenster rein schien, sehr dunkel. Meine Mutter schlief bereits und Matthew war immer noch in der Klinik. Wie das Abendessen wohl verlaufen war? So viele mögliche Antworten gingen mir durch den Kopf. Was war, wenn Adriel ihm doch die Wahrheit gesagt hatte? Würde Ramon mich vielleicht verstehen? Würde er mich noch mehr hassen, weil ich die Wahrheit vor ihm verbarg? Ich wusste es nicht... eine weitere Stunde verging und endlich klingelte es an der Tür. Sofort stand ich auf, begab mich dorthin und öffnete ihnen, nachdem ich mich versichert hatte, dass sie es waren auf den Knopf. Es dauerte einige Minuten bis beide oben ankamen und Noelle mich herzlich anlächelte.

Süße, du wirst morgen mit Ramon sprechen. Er wird kommen.“

Sofort weiteten sich meine Augen und hastig schüttelte ich den Kopf. „Das kannst du nicht machen! Nein, verdammt! Was soll ich ihm denn bitte sagen?“, fragte ich ungläubig, doch Adriel packte mich an den Schultern, drückte mich gegen die Wand und forschte streng nach: „Du liebst diesen Mann oder etwa nicht?“

Natürlich tue ich das!“
Noelle schaute mir deprimiert in die Augen und erzählte:
„Ramon liebt dich, aber er wird in wenigen Tagen nach Barcelona fliegen.“
„Was?“, fragte ich skeptisch.
„Er denkt das du mit ihm abgeschlossen hast, deswegen will er mit ihr nach Barcelona fliegen, um dich zu vergessen.“, verriet jetzt Adriel, der mich inzwischen losgelassen hatte.
„Ich glaube das nicht.“, bekam ich mit zittriger Stimme heraus. Irgendwie fühlte es sich so falsch an und mir stiegen die Tränen in die Augen. Noelle senkte ihren Kopf zur Seite, lehnte sich an ihren Freund und merkte kritisch an:
„Charline, du bist an allem schuld! Nur wegen deiner Dummheit wird dein Kind ohne Vater aufwachsen! Bist du jetzt zufrieden?“
Diese Worte trafen mich wirklich. Gemeinsam liefen wir ins Wohnzimmer rein und ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen. Wieso schmerzte die Tatsache das er mich vergessen wollte so sehr? Weil ich sein Kind in mir trug? Wann würden diese Tränen enden? Wann würde sich endlich alles wieder zum Guten wenden?

Die Tränen vernebelten mir die Sicht und dadurch bekam ich auch gar nicht mit, dass Matthew inzwischen auch da war. Erst als er verwirrt nachforschte, was passiert sei, drehte ich mich zu ihm um und hörte nur undeutlich, was Noelle ihm erzählte. Er schüttelte seinen Kopf, überkreuzte seine Arme und blieb stumm stehen. Niemand sagte mehr ein weiteres Wort, bis meine Tränen endlich getrocknet waren. „Charline du musst mit ihm reden! Du hast gar keine andere Wahl und vor allem ist er auch noch bereit dazu, dir zuzuhören!“

Er wird mich hassen!“

Ramon hasst dich jetzt sowieso schon, weil er nur diese Lüge die wir ihm aufsetzen kennt!“, erwiderte Matthew, lief auf mich zu und zog mich in seine Arme.

Ich bin zwar dein Ex und deine erste Liebe, aber selbst ich kann sehen, dass du verrückt nach diesem Kerl bist und er ist es auch nach dir! Rede mit ihm!“

Mein Herz klopfte wie verrückt, bevor ich die anderen anschaute, legte ich meine Hand auf mein Bauch und nickte sehr leicht.

Ja, ich werde ihm die Wahrheit erzählen.“


Ramons Sicht:

An dem gleichen Abend lagen Alize und ich gemeinsam auf der Liege, die im Balkon stand. „Ich liebe dich so sehr...“, hauchte sie ununterbrochen und küsste mich sanft auf die Lippen. Zwar erwiderte ich ihren Kuss und schloss die Arme fest um sie, aber ich war immer noch sehr neugierig, was Charline mir zusagen hatte. „Etwas stimmt mit dir nicht, was ist los?“, fragte Alize und setzte sich aufrecht.

Charline will mit mir reden.“, gestand ich ernst und unsere Blicke trafen sich.

Ich habe Angst, Ramon. Was ist wenn sie uns auseinander bringt?“

Alize, ich weiß es nicht. Ich bin so durcheinander, vielleicht will ich auch deshalb mit dir einfach abhauen, weil ich dir so dankbar für all die schöne Zeit bin.“

Nur das? Wirklich nur Dankbarkeit?“, wollte sie traurig wissen, ich schaute sie nur stumm an, ehe ich sachte nickte.

Es tut mir so leid, aber ich hab schon immer gewusst, dass ich nur einmal im Leben lieben werde. Du kamst zu spät Alize, aber das wusstest du. Du wusstest, dass in meinem Leben bereits eine Frau ist und wolltest mich trotzdem.“

Jetzt füllten sich ihre Augen, durch den Mondschein sahen sie so glitzernd aus, wie Juwelen.

Ramon, es tut verdammt weh so etwas zu hören und ja, ich wollte dich trotzdem und ich will dich immer noch, aber die Tatsache, dass du mich nicht lieben kannst, ist verletzend.“

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht, wenn wir in Barcelona sind, wird sich alles verändern. Gib mir noch ein wenig Zeit.“

Langsam habe ich das Gefühl, dass unsere Beziehung keinen Sinn macht. Ich zwinge dich dazu hier zu bleiben, auch wenn ich es nicht mit Worten tue. Es tut mir so leid, Ramon.“, sprach sie diese unglaublichen Wörter aus und setzte mir einen zarten Kuss auf die Wange.

Glaub mir, wenn ich es wissen würde, wüsste ich auch, was ich zutun habe, aber ich weiß es nicht. Noch nie war ich so unsicher und so ängstlich wie jetzt gerade. Dieses Leben mit dir an meiner Seite ist schön und ich genieße jeden Augenblick, weil deine Liebe mich stark macht, aber...“

Sie unterbrach mich und fuhr fort: „... es fühlt sich nicht richtig an.“

Bei dir?“

Bei uns beiden. Du gehörst ihr... ich wollte das nie wahrhaben und heute als deine Freunde bei uns zu Besuch waren, habe ich mich auch Fehl am Platz gefühlt.“, erzählte sie leise und wusch sich die wenigen Tränen, die es geschafft hatten, ihr über die Wange zu laufen, weg.

Heißt das... das wir uns trennen?“, forschte ich etwas verunsichert, sie lachte nur leise und nickte.

Ja, du bist frei. Wer weiß, vielleicht werde ich so jemanden finden können, der mich wirklich liebt.“

Bleiben wir Freunde?“

Jetzt lachte sie ziemlich laut auf und antwortete fröhlich: „Natürlich du Dummkopf, du bist ein Schatz, solche Menschen wie dich gibt es nicht mehr so oft und zudem fühle ich mich bei dir geborgen. Es wäre eine Ehre für mich, dich als einen guten Freund zu behalten.“

Bei diesen Worten konnte ich nicht anders, schlang die Arme fest um sie und küsste sie auf ihre blonden Haare. Einige Sekunden blieben wir in dieser Position, ehe sie aufstand, sich entschuldigte und rein lief. Sicher weinte sie jetzt, denn mir war bewusst, wie sehr sie mich liebte. Aber so fühlte es sich richtiger an. Vielleicht würde ich ihr die beiden Flugtickets geben, sodass sie mit einer Freundin fliegen könnte. Sie verdiente einen gutmütigen Mann, der bereit war, ihr grenzenlose Liebe zu geben, die sie mir gab aber ich nicht erwidern konnte.

 

Charlines Sicht:

Am nächsten Tag gleich nach dem gemeinsamen Frühstück, verlangten alle von mir Ramon anzurufen. Zu meinem Glück ging er sogar dran.
¡Hola Ramon Villar
„Ramon, ich bins Charline... wir müssen reden.“
„Ich weiß, hat mir schon Noelle erzählt. Wann und wo?.“
„In einer Stunde im Hyde Park, okay?“
„Ich werde da sein.“

Danke.“
Mit diesen Worten legte er auf und mein Herz schlug vor Aufregung so laut, dass sogar die anderen es hören konnten. Alle freuten sich mit mir. Mein Vater, der zu Frühstück gekommen war, nahm sogar meine Mutter in seine Arme und meinte glücklich:
„Amy, jetzt wird alles endlich wieder gut. Sie wird mit ihm reden und er wird ihr verzeihen.“
Noelle gab mir einen Kuss auf die Wange und flüsterte leise:
„Du musst ihm nur noch die Wahrheit sagen und dann werden wir es endlich geschafft haben.“
Gleich danach, hielt Matthew meine Hände fest und zeigte mir, dass er stolz auf mich war. Auch Adriel war sehr zufrieden. Bevor ich mich verspätete, zog Noelle mich hinter sich in mein Schlafzimmer, öffnete meinen Kleiderschrank und nahm ein gelbes Sommerkleid mit einer weißen Strickjacke raus, warf sie mir zu und wartete ungeduldig das ich es mir anzog, ehe sie sich um meine Schminke und um meine Haare kümmerte. Eine halbe Stunde später war sie endgültig fertig, schaute mich an und streckte ihren Daumen hoch. „Du siehst richtig zum anbeißen aus. Er wird dir nicht widerstehen können. Außerdem gefällt mir dein Bauch in diesem Kleid sehr. Das Kleid ist weder zu lang, noch zu kurz und diese Farbe passt einfach perfekt zum Sommer. Jetzt liegt alles an dir. Du machst der Sonne Konkurrenz. Richtig heiß, Charline.“

Ihre Worte brachten mich zum schmunzeln, ich umarmte sie so fest ich konnte und fühlte einfach nur den Frieden.

Jetzt geh schon bevor du zu spät kommst!“, befahl sie lachend und begleitete mich mit den anderen zur Haustür.

Soll ich dich fahren?“, fragte mein Vater, doch ich verneinte nur zog meine weißen Sandalen an und lief die Treppen runter. Draußen angekommen bestellte ich mir ein Taxi, der auch innerhalb von 5 Minuten kam und fuhr los.

Kurz vor vier Uhr, kam ich schließlich im Hyde Park an. Der Grund weswegen ich mich für diesen Ort entschieden hatte war, dass hier die pure Natur herrschte. Es erfüllte mich so mit Frieden und ich fühlte mich einfach frei. Ramon stand bereits unter einem Baum und gerade als er mich sah, lief er auf mich zu. Mit einem einfachen „Hi“, begrüßten wir uns gegenseitig, doch umgehend überwog wieder die Stille. Wir liefen nebeneinander her, bis wir an dem See ankamen. Dort setzten wir uns auf eine Bank und er schaute mich fragend an, bis ich endlich mein Mund öffnete:
„Ramon, ich hätte wirklich nie gedacht, dass zwischen uns beiden so eine starke Bindung sein würde, weil...“
Er unterbrach mich, nickte und sprach weiter:
„Weil ich so ein Arschloch war, vor deinen Augen mit anderen intim wurde und dich schlecht behandelt habe. Aber ich hab meinen Fehler eingesehen und durch dich und meine Gefühle zu dir, habe ich mich verändert, dich zum Mittelpunkt meines Lebens gemacht und glaub mir, ich habe so etwas davor noch nie empfunden und nach dir werde ich es auch nie wieder empfinden.“
„Ramon…“, sagte ich leise, denn mit jedem seiner Worte bekam ich Schuldgefühle.
„Charline ich hab dich verletzt, dich oft genug zum Weinen gebracht… Bestrafst du mich immer noch für meine Taten?“
Sofort verneinte ich und antwortete:
„Nein, Ramon wir haben uns gegenseitig verletzt, uns missverstanden und wegen meiner Dummheit musstest du genug ertragen, bis ich endlich verstand, dass du der Richtige für mich bist.“
„Warum hast du mich dann verlassen?“, fragte er deprimiert.
„Ich wollte zurückkommen, wieder bei dir sein. Aber ich konnte nicht, denn ich hatte Angst, dass du immer noch sauer auf mich sein würdest, weil ich ohne etwas zu sagen gegangen bin. Deswegen hab ich auch nie angerufen.“
„Und dann hast du dich wieder in Matthew verliebt, nicht wahr?“, fragte er diesmal gefühlslos weiter.
„Nein. Er ist der Sohn des Chefs meines Vaters und aus diesem Grund haben wir wieder Kontakt aufgebaut. Trotzdem hätte ich beinahe einen großen Fehler begangen und dich wirklich betrogen, aber kurz bevor es zu einem Kuss kam, bin ich ohnmächtig geworden und erst im Krankenhaus erwacht.“
Nach dieser Beichte stand er sofort auf, formte seine Hände zu Fäusten und schrie:
„Ich wusste es, ich wusste es, dass du ihm gegenüber nicht abgeneigt bist!“
Ich stand ebenfalls auf, schob ihn leicht wieder auf die Bank und erzählte weiter:
„Das spielt doch alles keine Rolle mehr. Es war ein Fehler, das stimmt. Aber Ramon ich bin nicht ohne Grund ohnmächtig geworden. Aber bevor ich es dir erzähle, wie geht es Alize? Ich war bei der Premiere da und habe deine Ankündigung gehört.“

Warum interessierst du dich dafür? Du bist von Matthew schwanger. Es stimmt wir wurden für einander geschaffen, aber wir sind beide den falschen Weg gegangen.“

Da hast du leider Recht. Ist es denn wirklich zu spät?“

Das fragst du in deinem Zustand? Verdammt, du bist hochschwanger! Ist dir das eigentlich bewusst?“, forschte er gereizt und ging sich verzweifelt durch die Haare.

Ich liebe deine Stimme immer noch, trotz das sie sich wegen dem Rauchen ein wenig verändert hat.“

Ungläubig starrte er mich an und seufzte. „Charline, was willst du?“

Erzähl mir wie es dir geht. Wie dein Leben läuft.“

Alize hat sich gestern von mir getrennt. Ich wollte ihr die Flugtickets geben, sie hat sie nicht angenommen und bald werde ich wieder nach Barcelona fliegen. Mich hält hier nichts mehr auf.“, berichtete er kurz und knapp. Er ahnte sicherlich, dass Noelle und Andre mir das mit der Barcelonareise verraten hatten. Aber diese Nachricht, dass sie sich von ihm getrennt hatte, machte mich irgendwie glücklich.

Du bist frei...“, merkte ich kaum hörbar an, er nickte nur und legte seine Hand auf mein Bauch. „Du aber nicht.“

Hör auf zu urteilen, wenn du die Wahrheit nicht kennst!“, herrschte ich ihn autoritär an und nahm seine Hand weg, da dies mich nur beirrte.
Erst jetzt realisierte er meine vorherigen Worte, schaute mir tief in die Augen und fragte aufmerksam:
„Wieso bist du ohnmächtig geworden?“
So fest ich konnte, hielt ich seine Hände fest und gestand:
„Du wirst mit dieser Antwort alles erfahren... mein Handeln verstehen und du wirst mich vielleicht sogar hassen, aber bitte Ramon... Sag dazu einfach nichts! Schweig, bitte.“

Was soll das? Was meinst du damit?“

Ich habe einen bösartigen Hirntumor. Ramon, ich werde bald sterben.“

Augenblicklich weiteten sich seine Augen, er schnappte nach Luft und doch sagte er nichts. Er schwieg.
Ungefähr fünf Minuten lang saßen wir so da, bis er wissen wollte:
„Warum hast du mir das nicht früher gesagt? Wieso hast du deine Krankheit vor mir verborgen?“
„Weil ich dumm war und gedacht habe, dass es dir nichts nutzen würde es zu erfahren. Ich wollte das du mich vergisst und mit einer anderen glücklich wirst. Aber in erster Linie wollte ich dich nicht jeden Tag leiden sehen. Es hat mir schon gereicht meinen Vater ständig trauern zu sehen. Deswegen bin ich auch ins Hotel umgezogen. Alles war wie in einem Film. Ich bin schwanger, todkrank und einsam. Matthew hat mich wieder aufgebaut. Als ich erfahren habe, dass du vergeben bist, hatte sich alles für erledigt. Es war gut so und du warst mir wichtiger als unser Baby.“

Wieder schwieg er. Ramon wirkte wie benommen. Seine Blicke waren leer, er zitterte am ganzen Körper, hatte die Hände nur verschränkt auf seine Beine gelegt und dachte nach. Es war nicht einfach für ihn, aber anstatt das er sich aufregte und um sich schlug, blieb er gelassen. Es war interessant ihn in dieser Situation zu sehen. Keine Ahnung wie lange er so da saß und nur auf seine Hände schaute, aber nach geschätzter Ewigkeit sprach er endlich:

Wieso? Charline, wieso? Wie kannst du so etwas sagen? Es ist unser Baby! Der Zeichen unserer Liebe. Und ich war so dumm und habe diese Lüge geglaubt. Es hat so real gewirkt. Du hast dein Spiel gut gespielt, aber ich werde es dir niemals verzeihen, dass du für uns beide so herzlos entschieden hast. Stell dir mal vor unser Kind hat keine Mutter und keinen Vater, muss immer bei anderen aufwachsen und ganz egal wie gut diese sich auch darum kümmern, es wird sich nirgendswo wohl fühlen, weil die Elternliebe fehlt! Ich weiß wovon ich rede. Während ich nicht mal mir selbst so viel Wert schenke, hast du es getan und das eigentliche, das wichtigste das hier eine Rolle spielt dabei außen vorgelassen, wie konntest du?“

Diese Worte aus seinem Mund zu hören, war wie ein Messerstich. Unverzüglich füllten sich meine Augen und ich fing an zu weinen.

Ramon... ich liebe dich so sehr. Ich liebe dich so sehr, dass ich diese unerträglichen Schmerzen nur für dein Kind auf mich nehme. Nur damit ich 9 Monate durchhalten kann und sich die Gesundheit unseres Kindes nicht verschlechtert, nehme ich keine Tabletten.“, beichtete ich und spürte wenige Sekunden später, wie er mich fest in seine Arme zog und mir über die Haare strich. Wieder schwieg er. Nur diese zärtlichen Berührungen gingen von ihm aus.

Charline, ich liebe dich und unser Kind auch und das was passiert ist, kann man nicht mehr zurückdrehen, bitte beruhige dich.“, hauchte er mir beschützend und versöhnlich ins Ohr.

Ramons Sicht:

Anschließend legte ich sanft meine Lippen auf ihre.

Verdammt Charline, wie konntest du nur denken, dass ich ohne dich glücklich sein kann? Als du mich damals gehen lassen hast, eine Woche vor deinem Geburtstag, weißt du wie ich gelitten habe? Als ich dann noch diesen Matthew gesehen habe, ist die Wut mit mir durchgegangen. Gott, ich bin ein Vollidiot. Heute bereue ich sogar, dass ich ihn treffen wollte, aber dein Bauch erwischt habe. Gott, wenn unserm Kind etwas passiert wäre, so wäre ich gestorben.“
Wieder legte ich meine Lippen sehnsüchtig auf ihre und streichelte erneut ihre Haare. Im Endeffekt hatten ihre Taten weder ihr noch mir etwas gebracht und jetzt sah ich, wie sie diese Entscheidung zutiefst bereute. Vor allem, als ich dann mit der Stimme die sie so sehr liebte gern wissen wollte: „Charline, das Kind das du in deinem Bauch trägst, ist auch ein Teil von mir. Was hast du dir nur dabei gedacht, als du entschieden hast, es vor mir geheim zu halten?“
„Ich weiß es nicht Ramon. Noch bis gestern habe ich es als richtig empfunden, damit du dir eine eigene Familie gründen kannst.“, antwortete sie leise.
Unsere Blicke trafen sich und während sie mir mit ihren grünen Augen tief in meine schaute, und mit ihren Händen durch meine, durch die Jahreszeit wieder blond braunen Haare ging, bat sie:
„Bitte Darling, lass uns endlich wieder zusammen sein.“
Ich reagierte nicht und versuchte kurz einen Moment das Gesagte zu realisieren. Sollte ich mich freuen, weil sie nicht mit Matthew verlobt war und mein Kind in ihrem Bauch trug oder weinen, weil sie ihre Krankheit wegen falschem Glauben vor mir verheimlicht hatte und wir dadurch genau neun Monate verloren hatten?
Doch die Tatsache, dass sie jetzt gerade wirklich neben mir saß, änderte meine Ansicht und so entschied ich mich dafür, die restliche Zeit sinnvoll zu verbringen und sie nicht länger wegen der falschen Entscheidung zu verurteilen. Natürlich empfand ich einerseits Hass, aber mein Herz beruhigte mich wieder und zeigte mir, dass ich nun stark bleiben musste, da das Faktum sowieso nicht mehr verändert werden konnte. Zögernd legte ich meine Hände zum zweiten Mal auf ihren Bauch und flüsterte ihr ins Ohr:
„Jetzt musst du mich heiraten, Prinzessin.“


Charlines Sicht:

Ramon brachte mich zum Schmunzeln. Ich willigte ohne zu überlegen ein und Hand in Hand liefen wir Richtung seines Wagens. Dabei fing es an zu regnen. Ein Sommerregen, wie sehr ich ihn liebte. Es fühlte sich traumhaft an, endlich wieder meinen Platz an der Seite meines Spaniers gefunden zu haben. Außerdem war ich überaus glücklich, dass ich meiner Familie und meinen Freunden vertraut und mit ihm ein letztes Mal gesprochen hatte. Neun Monate lang hatte ich mich für die Einsamkeit entschieden, weil ich dachte, dass es für uns beide das Richtige sei, doch in diesem Augenblick bereute ich es.


In den nächsten Tagen lernte Ramon meinen Vater, seine Familie und Matthew kennen. Wir organisierten eine kleine Hochzeitsfeier unter engen Freunden und Familie, bei der auch Alize und Matthew sich näher kamen. Meiner Meinung nach, ergaben sie das perfekte Paar! Auch Ramon teilte diese Ansicht mit ihr, denn durch seine Blicke erkannte ich, dass er zufrieden war.
Meine Eltern hatten endlich Frieden geschlossen und meine Mutter freundete sich sogar mit Julia an. Besonders Carlos freute sich über unsere Hochzeit und über unser Baby, da die Familie nun um zwei Personen gewachsen war. Alles war perfekt und auch die Geburt verlief problemlos. Ramon wollte natürlich der Erste sein, der unsere kleine Antonia Stacie in die Arme nahm. Nun war mein Glück vollkommen und erst Recht als Ramon mir verriet, dass wir in dem Strandhaus in Barcelona leben würden, welches er schon vor zwei Wochen gemietet hatte. Er tat wirklich Alles um mich glücklich zu machen und dies schaffte er auch ohne große Mühe, denn es genügte, dass er stark blieb und mich meine Krankheit vergessen ließ...

 

Ramons Sicht:

Nach diesem alles klärenden Gespräch, änderte sich unser Leben und endlich war alles so, wie wir es schon die ganze Zeit erträumt hatten. Jeder war letztlich glücklich und ohne ein schlechtes Gewissen, konnten meine Ehefrau, meine kleine Prinzessin Antonia Stacie und ich nach Barcelona fliegen. Ich tat alles was in meiner Macht stand, um Charline glücklich zu machen. Die Zeit die wir in Barcelona, als diese kleine Familie Villar verbrachten, war ungelogen die schönste Zeit unseres Lebens...

Jedoch hielt unser Glück nicht lange, denn bereits an einem Morgen, nach ungefähr einem Jahr, öffnete Charline nicht mehr ihre Augen...

Bis zum Schluss war sie so stark gewesen und hatte sich ihre Schmerzen nicht anmerken lassen. Sie war seit unserer Versöhnung nur noch am Lachen und die Liebe die sie mir gewährte, war wahrscheinlich so etwas wie ein Geschenk, dass ich lebenslang im Herzen aufbewahren werde.

 



-Ende-

 

Und habt ihr die Message verstanden?

29.12.12 02:26
 
Letzte Einträge: Te amo Darling (6 - 8), Te amo Darling (9 - 11 ), Te amo Darling (12 & 13 ), Te amo Darling (14 & 15 )


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

Gratis bloggen bei
myblog.de


#Feelin' 1
#Feelin' 2
#Feelin' 3
#Feelin' 4
#Feelin' 5
Designed By KringelWingelDesigns